Die Schülerzahlen steigen voraussichtlich an zwei der vier Schulen. Das Hochwasser 2024 wirkt sich weiter auf die Grundschule Auf der Bleiche aus.
Im Schuljahr 2024/25 werden insgesamt 920 Schüler in den 45 Klassen der städtischen Schulen unterrichtet. Die zahlenmäßig größte Schule ist die Maria-Theresia-Mittelschule mit 284 Kindern und Jugendlichen. In die Grundschule „Auf der Bleiche“ gehen 225 Kinder, in die Grundschule Südost 215 Schüler und in die Grundschule Reisensburg gehen 196 Kinder.
Die Schülerzahlen werden den Berechnungen nach in den nächsten drei Jahren an zwei der vier Schulen steigen – am stärksten ist der Zuwachs in der Grundschule „Auf der Bleiche“. Dort sollen es 2027/28 insgesamt 256 Schüler sein – und damit 31 mehr als in diesem Schuljahr. Während in der Grundschule Reisensburg die Schülerzahlen von 196 auf 221 steigen sollen, werden für die Grundschule Südost und die Maria-Theresia-Schule konstante Zahlen erwartet.
Eine Sonderrolle in den Planungen der Stadt nimmt die Grundschule Auf der Bleiche ein, die bekanntlich durch die Hochwasserkatastrophe im Juni 2024 stark beschädigt wurde. Meterhoch stand das Wasser im Erdgeschoss der Schule und Turnhalle, deren Sanierung voraussichtlich mehr als fünf Millionen Euro kosten wird. Bereits wenige Tage nach dem Hochwasser konnten die Schüler der ersten und zweiten Klasse im Dossenberger Haus und die Schüler der dritten und vierten Klasse im Dossenberger Gymnasium unterrichtet werden. Die Mittagsbetreuung der Kinder erfolgt seit September im Kolpinghaus.
Die Rückkehr der Schüler in die Grundschule auf der Bleiche ist in zwei Etappen vorgesehen: Als erstes wird das Obergeschoss der Grundschule für einen Großteil der Schüler und Lehrer saniert, damit dort zum Schuljahr 2025/2026 acht Klassen unterrichtet werden können. Die VHS-Kurse können damit wieder zurück in ihr Heimatgebäude, das Dossenberger Haus, verlegt werden. Die restlichen vier Klassen dürfen im kommenden Schuljahr Räumlichkeiten des Dossenberger Gymnasiums nutzen.
Der Zuschuss der Stadt für die vier städtischen Schulen sowie für die Schulverwaltung umfasste vergangenes Jahr etwa 1,12 Millionen Euro. Die Stadt plant in diesem Jahr mit einem Zuschuss für die Schulen und die dafür notwendige Verwaltung in Höhe von 1,27 Millionen Euro. Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig sieht das Geld in den Schulen gut aufgehoben: „Bildung ist nicht nur ein Grundrecht, sondern auch der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft – für jeden Einzelnen und für unsere Gesellschaft als Ganzes. Bildung fördert kritisches Denken, Kreativität und soziale Kompetenzen. Das sind Fähigkeiten, die in unserer modernen Gesellschaft unerlässlich sind. Eine Gesellschaft, die in Bildung investiert, ist eine Gesellschaft, die Wohlstand, Fortschritt und soziale Gerechtigkeit für alle ihre Bürgerinnen und Bürger schafft.“